Jun 22 2019

«40. Schwyzer Kantonal-Schützenfest prägt, wirkt nachhaltig und verbindet»

Fahnenübergabe, humorvolle Reden und musikalische Unterhaltung am offiziellen Tag in der Seefeldhalle in Lachen.

von Stefan Grüter

Ein letztes Schwenken der Fahne durch den OK-Präsidenten des 39. Schwyzer Kantonal-Schützenfestes 2011 in Einsiedeln, Regierungsrat Andreas Barraud, bevor er die Fahne an Alex Kuprecht übergibt, den OKP des Kantonalen 2019.

Noch ist der Schiessbetrieb des 40. Schwyzer Kantonal-Schützenfests in vollem Gange – am kommenden Wochenende messen sich die Schützinnen und Schützen nochmals in den Ausserschwyzer Schiessanlagen. Mittendrin fand aber am Samstag der offizielle Tag mit über 220 geladenen Gästen in der Seefeldhalle in Lachen statt.

«Spuren und Erinnerungen hinterlassen»

OK-Präsident und Ständerat Alex Kuprecht: «Das 40. Schwyzer Kantonal-Schützenfest wird positive Erinnerungen und Spuren hinterlassen.»

OK-Präsident Alex Kuprecht zog bereits eine äusserst positive Bilanz. «Unser Ziel war es, ein optimal organisiertes Schützenfest mit ausgezeichneten Bedingungen zu organisieren. Zahlreiche Rückmeldungen von Schützinnen und Schützen aus allen Kantonen zeigen, dass die Bilanz schon jetzt sehr gut ausfällt und das 40. Schwyzer Kantonal-Schützenfest positive Spuren und Erinnerungen hinterlassen wird.» Ein Schützenfest sei nicht nur ein sportlicher Wettkampf, es pflege und fördere den Zusammenhalt und sei Teil unserer nationalen Wertegesellschaft.

 

Franz Aschwanden, der Präsident der Kantonal-Schützengesellschaft: «Das Kantonale ist beste Werbung für den Schiesssport und unsere Region.»

Die emotionale Bedeutung hob auch Franz Aschwanden, der Präsident der Schwyzer Kantonal-Schützengesellschaft, hervor. «Das Schützenfest prägt, wirkt nachhaltig und verbindet.» In Sachen Nachhaltigkeit erinnerte Aschwanden ans Kantonale anno 1998, als ein Feuerwerkskörper unplanmässige Bahnen einschlug, was bei den damals Beteiligten ein herzhaftes Lachen auslöste. «Das Kantonale ist aber auch beste Werbung für den Schiesssport und unsere Region», so der Kantonalpräsident.

 

Auf Gottfried Kellers Spuren

Korpskommandant Aldo C. Schellenberg: «Das Schützenwesen ist staatsbindend, staatsfördernd, staatserhaltend und staatstragend.»

Auf die Spuren von Gottfried Kellers Novelle «Das Fähnlein der sieben Aufrechten» begab sich Festredner Korpskommandant Aldo C. Schellenberg. Rückblickend auf die Erzählung aus dem Jahr 1849, als der arme Schneider Hediger seine Waffe nicht seinem Sohn mitgeben wollte, Hedigers Frau jedoch zu einer List griff, meinte Schellenberg, dass damals die Armee nicht vollständig ausgerüstet war, was bis heute so geblieben sei und die Frauen schon damals – wie heute –
eine wichtige Rolle gespielt hätten. «Das Schützenwesen ist staatsbindend, staatsfördernd, staatserhaltend und staatstragend», so der Stellvertreter des Chefs der Armee.

Er erinnerte an die Gemeinsamkeiten von Armee und Schiesssport und erwähnte die Jungschützenkurse, das Obligatorische, das Feldschiessen als weltgrösster Schiesssportanlass und schliesslich auch die Spitzensport-Förderung in Form der Spitzensport-Rekrutenschule.

Fahne nun in Ausserchwyzer Hand

Schliesslich übergab der OK-Präsident des 39. Schwyzer Kantonal-Schützenfests von 2011 in Einsiedeln, Regierungsrat Andreas Barraud, die Fahne an den diesjährigen OKP Alex Kuprecht. Aus der Küche der am Gourmet-Spektakel beteiligten Restaurants Johannisburg, Altendorf, Pöstli, Lachen, und Adler, Schindellegi, konnten die Gäste ein hervorragendes Menü
geniessen, und mit musikalischer
Unterhaltung durch die Fürstenländler Musikanten neigte sich ein würdiges und gleichzeitig gemütliches Fest dem Ende entgegen.

Sowohl Kantonalpräsident Franz Aschwanden als auch OK-Präsident Kuprecht betonten, dass solch ein Grossanlass mit rund 6000 Schützinnen und Schützen ohne die vielen Helferinnen und Helfer, die grosszügigen Sponsoren und schliesslich die
öffentliche Hand als Eigentümerin der Schiessanlagen nicht durchzuführen ist. Sie bedankten sich aber gleichzeitig auch bei der Bevölkerung, die doch da und dort ein Mehr an «Schiessmusik» in Kauf nehmen musste. Einen grossen Dank richteten die beiden an die Genossame Lachen, die mit der Zurverfügungstellung der Swagelok-Halle für eine hervorragende Festzentrum-Infrastruktur sorgte.

Bilder Johanna Mächler